Ich sehe etwas, was du (noch) nicht siehst

 

Viele Dinge anders als gewöhnlich zu sehen ist normal für mich und einer meiner größten Schätze. Immer wieder habe ich den erstaunten Satz  gehört „Wo haben Sie das denn gesehen?“  „Du siehst wohl alles!“  Oder aber auch „dein Blick macht mir Angst“. Ich bin selbst oft überrascht, was mir im Alltag auffällt und kann mir kaum erklären, warum mein Blick im entscheidenden Moment genau dort landet, wo ich etwas entdecke.

Für mich als Grafikerin spielen Bilder natürlich lebenslang eine besondere Rolle. Das erklärt wohl auch ein ausgeprägtes Bildgedächtnis. In meinem Archiv befinden sich einige Tausend Bilder. In den meisten Fällen kann ich Geschichten dazu erzählen und mich an den Reiz des jeweiligen Moments erinnern. Ich sehe und erlebe den Moment und das brennt sich ein. Meine Bildantennen sind immer ausgefahren, in welche Lebenslage ich auch bin. Ob ich im Zugfenster interessante Spiegelungen und Überschneidungen entdecke, das Katzenauge abstrakte Figuren an die Wand malt, an der mein Fahrrad lehnt oder ich ganz aus dem Häuschen gerate, wenn sich hinter den weißen Abgrenzungsplanen einer Baustelle die Unkrautpflanzen wie Scherenschnitte abzeichnen.

Ich fotografiere seit meinem Grafikstudium in den siebziger Jahren. Damals waren es ausschließlich schwarzweiß Aufnahmen. Sie sind mir immer noch sehr wichtig, weil sie durch Reduzierung auf Wesentliches gekennzeichnet sind. Bereits damals interessierten mich Strukturen und Licht/Schattenthemen.

Erst in den letzten Jahren konzentriere ich mich zunehmend auf das Thema -Das andere Sehen- und schärfe meinen Blick durch tägliches „Training“. So bin ich geübt und es begegnen mir überraschende Bilder selbst auf dem Weg zum Einkauf oder am Arbeitsplatz. Auf meiner Website veranschaulichen verschiedenste  Bildmotive mein Thema. Ich biete Workshops an und unternehme mit interessierten Menschen „Bildreisen“ im Rahmen von Vorträgen.

Online bin ich mit Menschen aus aller Welt vernetzt. Ihre Kommentare zu meiner Art die Welt zu sehen bestärken mich. Sie wiederum inspirieren mich mit ihren Arbeiten, andere Blickwinkel zu finden. Beispielsweise den Details von Pflanzen besondere Aufmerksamkeit zu schenken oder in Flächen kleine Ausschnitte wahrzunehmen und hervorzuheben. Sehr aufmerksam und wach gehe ich durch den Alltag und erlebe beim Sehen der meist unbeachteten Dinge immer wieder kleine und größere Glücksmomente. Ich halte sie fest und bin immer sehr gespannt, welche der gesehenen Dinge tatsächlich ein gutes Bild ergeben. Es ist wie Weihnachtspäckchen auspacken, wenn ich am Bildschirm meine Funde sichte.

Dass unser Unterbewusstsein ununterbrochen mehr Informationen speichert als wir uns vorstellen können ist bekannt. Der Ausschnitt unserer bewussten Wahrnehmung ist  begrenzt auf den, der uns interessiert und für uns zweckmäßig ist. An diesem Punkt haben wir die Entscheidungsfreiheit, WAS wir sehen wollen. Will ich Gewohntes oder Neues, Zweck oder Spiel, Lust oder Frust…   

ICH will eindeutig LUST und NEUES …

Natürlich gehe auch ich nicht ausschließlich im Entdeckermodus durch den Tag, das zielgerichtete Sehen ist für bestimmte Lebenslagen ebenso wichtig. Manchmal kann es vorkommen, dass ich noch im genießerischen Entdecken bin und etwas sachlich Naheliegendes haarscharf verpasse. Aber normalerweise funktioniert das Umschalten gut. Ich habe das Gefühl, meine spielerische Sichtweise hilft mir in Momenten, wenn fokussiertes Sehen angesagt ist. Das Umschalten stärkt und schärft den Blick ganz allgemein.

Ich will das Schöne was ÜBERALL vorhanden ist sichtbar machen. Die freudige Aufregung des Entdeckens teilen. Das Staunen über die unendliche Fülle weitergeben. Dafür brenne ich.

 

Die größte Sehenswürdigkeit ist die Welt – sieh sie dir an. Kurt Tucholsky

 

 

Aus meinem Text Sieh mal an ... begleitet von zahlreichen bildhaften Fundstücken.

Format A5, 70 Seiten davon 33 ganzseitige Bilder.

Für 30 Euro ist es bei mir erhältlich. info@atelier-7-stein.de

 

 

Mein Name ist Christine Koch.

Seit dem Grafikstudium in den siebziger Jahren fotografiere ich.

 

Bilder haben schon immer einen festen Platz in meinem Leben und in meiner Arbeit.

Ein Kollege titulierte mich einmal als

"Meisterin des Sehens".

 

Immer wieder sind Menschen erstaunt, was ich alles sehe und wie ganz Profanes durch meine Sicht zu etwas Besonderem wird.

 

A N D E R S sehen bereichert mein Leben und ist Lebenselixier.

 

Es macht mir sehr große Freude, das Gesehene mit anderen zu teilen.

 

 

A N D E R S sehen

Schule des Sehens

 

Christine Koch

Augsburger Str. 48

01309 Dresden

info@das-andere-sehen.de

 

 

 

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